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Logo: Sauerlandshof Körbecke

Udo Bierbrauer fuhr mit dem Fahrrad bei schönem Wetter auf der L838 von Warburg zum Sauerlandshof in Körbecke.

Nachmachen wird empfohlen.

Zweidreimal Berg und Tal hin zum Genuss

Wie sieht die Landschaft der Börde zwischen Warburg und Körbecke Mitte Juli aus? Was kann man jetzt aus den Schatzkammern der Jacobis erwerben? Vielleicht kann ich ja ausnahmsweise mal was außerhalb der Ladenöffnungszeiten bekommen —lecker Obst, lecker Gemüse, Fläschchen Wein, Stücken Käse— soviel wie ein Transport auf dem Fahrrad erlaubt...

Und weil man die beste Aussicht auf die Bördelandschaft von der Landstraße 838 aus hat, wähle ich die zwölf Kilometer lange Strecke über Daseburg und Rösebeck nach Körbecke an diesem Samstag mitten im Juli.

So sah es aus vom Desenberg (Pfingsten 2011): Die gefahrene Strecke verbindet die Orte Daseburg, Rösebeck, Körbecke und ganz hinten die Ortschaft Bühne.

Schon am Ortsausgang von Warburg Richtung Daseburg kam trotz Anstieg der Fahrbahn Freude auf beim Anblick des Klatschmohn, der großflächig die Böschung zierte — eine wahre Pracht, die normalerweise im Mitte Juli verblüht ist.

Ab dem Ortsausgang muss man zusammen mit den Autos auf der Fahrbahn fahren. Bis zur Auffahrt zum Desenberg sind es auf weiterhin leicht ansteigender Strecke noch 1500 Meter. Hier hat man dann wieder einen prachtvollen Blick auf den Desenberg.

Prächtiger Anblick: Mohnblumen über Mohnblumen am Ortsausgang von Warburg

Danach rollt man auf leichtem langen Gefälle nach Daseburg. Auf der breiten Hauptstraße in Daseburg wird der Kopf selten für Seitenblicke animiert. Erst auf halber, wieder ansteigender Strecke nach Rösebeck lohnt ein Blick zurück.

Rösebeck selbst macht auf mich einen reizvolleren Eindruck als Daseburg. Ein besonderer Blickfang ist der unverwechselbare Kirchturm in Rösebeck.

Am Ortsausgang von Rösebeck in Richtung Borgentreich biegt man nach rechts ab nach Körbecke oder Bühne. Nach 500 Metern am Berg begleitet ein Radweg die wenig befahrene Straße bis nach Körbecke.

Bild

Der Turm der Kirche in Rösebeck ist in dieser Form seit 1899 aus allen Richtungen und aus jeder Entfernung unverwechslbar und Orientierungshilfe.

Gleich am Anfang des Radweges steht eine mächtige Linde und unter ihr eine Sitzbank — genau der richtige Ort, sich auszuruhen, neue Kraft für den letzten Rest der Steigung zu schöpfen und dabei in die nördliche Bördelandschaft zu schauen. Auffällig still ist es an diesem Samstagnachmittag auf der Straße und den Feldern — in Warburg wird gefeiert... Nur ein Mähdrescher ist zu sehen, der eines der noch nicht abgeernteten Getreidefelder bearbeitet.

Alte Linde an der Landstraße nach Körbecke bei Rösebeck: Die nächste steht kurz vor Körbecke — die vielen jungen füllen noch sichtbar die Lücke dazwischen.

Von nun an geht's wieder bergab.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Mühlentor in Körbecke. Und weil ich noch Zeit habe, will ich noch ein wenig in Körbecke umherfahren.

Es war eine schöne Fahrt. Beim nächsten Mal wird mich meine Frau begleiten. Wir lassenuns dann etwas mehr Zeit, schauen uns die Dörfer etwas genauer an. Wir werden dann auch nicht die selbe Strecke zurückfahren, sondern werden von Körbecke hinunter nach Liebenau ins Diemeltal rollen, dort einen Picknickplatz zum Genießen finden, bevor wir über Haueda wieder nach Warburg gelangen. Ich werde berichten.

Körbecke ist ländlich geprägt, signaliert aber Bereitschaft für den Energiewandel.